Nun / Nazarener als Kreuz und Fisch

Heute morgen hab ich gesehen, dass jemand den Punkt auf dem Nun (arabischer Buchstabe der unserem N entspricht) gegen ein Kreuz ausgetauscht hat. Wer noch nicht weiß, worum es bei dem Zeichen geht und warum es momentan viel als Facebook Profilbild auftaucht, kann es u.a. hier nachlesen: Die Welt – Tödliches N wird zum Symbol des Widerstands

Auf jeden Fall hat mich das inspiriert, spontan das Nun (als Bekenntnis zu den verfolgten Christen und zum Nazarener), das Kreuz (als Bekenntnis zum Kreuzigungstod und Opfer Jesu Christi) und den Ichthys (als Bekenntnis zu Jesus Christus als Gottes Sohn und Retter) zu kombinieren.

ScreenshotDie Ergebnisse könnt ihr bei Interesse hier herunterladen, alle Grafiken sind zur freien Verwendung und Weiterverarbeitung:

Nun-Kreuz-Ichthys Nun-Kreuz-Ichthys-Gold Nun-Kreuz-Ichthys-Rot

Warten

Ich warte

„Bitte warten Sie, der nächste freie Platz ist bereits für Sie reserviert.“

Ich warte

Ich warte auf eine andere Stimme als diese. Eine die nicht voraufgezeichnet ist. Auf einen echten Menschen. Wahrscheinlich ist er seit sieben Stunden im Dienst und nicht der besten Laune, wenn ich ihn erreiche. Doch das ist mir egal, denn er ist meine Hoffnung.

Da ist sie wieder, die Musik, die ich schon im Werbespot und als One-Hit-Wonder im Radio gehört habe. Jetzt darf ich sie auch durch meinen technisch hochwertigen Telefonhörer genießen, während mein Ohr daran heiß wird, seit 37 Minuten.

Aber es könnte schlimmer sein, ich könnte an diese spezielle Gattung von monophonen Wartemelodien geraten sein, gegen die alte Spielemusik aus dem Gameboy verglichen wie Meisterwerke klingen. Ich stelle mir die Arbeitsanweisung vor: „Machen die Musik eintöniger, das Piepen muss noch aggressiver klingen … oh, können wir dafür sorgen, dass bei einigen der Töne Hörgeräte anfangen zu pfeifen?“

Denn die wollen ja gar nicht, dass ich warte. Im Gegensatz zu den Behauptungen in den wechselnden Ansagen, möchten sie, dass ich auflege, sie in Ruhe lasse und brav weiter zahle. „Danke, dass Sie gewartet haben, Ihr Anruf ist uns wichtig!“ … Ja von wegen … Beim ersten Mal dachte ich noch, jetzt würde ich durchgestellt, dann musste ich feststellen, dass diese Ansage nur zur Abwechslung eingespielt wird. Jedes vierte Mal … ich hab mitgezählt.

Unterbrochen von der Musik gibt es noch weitere Ansagen. Eine die mich regelmäßig daran erinnert, doch meine Kundennummer bereitzuhalten. Diese steht auf einem Blatt vor mir … mittlerweile umgeben von diversen Zeichnungen. Eine andere teilt mir mit, dass ich Hilfe auch über die Internetseite bekommen kann.

Es verlockt mich dazu aufzugeben. Aufzulegen und auf die Internetseite zu schauen. Nur weiß ich bereits, dass meine Frage darauf nicht beantwortet wird. Also werde ich dann eine E-Mail schreiben, die frühestens nach drei Tagen beantwortet wird. Diese enthält den hineinkopierten Text einer der Antworten, die mir schon auf der Internetseite nicht geholfen haben. Und so beginnt dann das E-Mail-Ping-Pong mit wechselnden Ansprechpartnern und sinkender Hoffnung auf eine helfende Antwort.

Nein! Ich gebe nicht auf. Ich lege nicht auf.

Ich warte

Ich hoffe und …

Es klickt. Eine ganz neue Stimme ist zu hören.

„Willkommen … leider rufen Sie außerhalb unserer Geschäftszeiten an. Unsere Geschäftszeiten sind montags bis freitags: acht bis …“

NEEEIIIN!

der Hinek

Ich habe den Text für den Gottesdienst heute geschrieben und dachte mir, nachdem er ganz gut angekommen ist, stelle ich ihn nochmal online. Vielleicht kann ihn ja noch jemand gebrauchen.

Einen gesegneten ersten Advent

wünscht Hinek

Bilder 13 und 14

Ich habe heute morgen den folgenden Comic auf Facebook gesehen und war sofort irgendwie abgestoßen davon:

Stück absägen (Original)

Das habe ich auch gleich auf folgende Weise geäußert:

Wenn Gott so ist, mächte ich nichts mit ihm zu tun haben.Danach bin ich aber mehrmals wieder über den Comic gestolpert und ins Nachdenken gekommen. Warum erzeugt diese Geschichte so eine harte Reaktion in mir? Mein Schluss war, das hier ein Mensch zweimal einen Fehler macht (z.B. das leichtere statt dem richtigen wählt), Jesus/Gott dazu nichts sagt und am Schluss der arme Kerl nicht weiter (in dem Himmel?) kommt.

Das passt nicht mit meinem Gottesbild überein. Und es klingt für mich mich sehr danach, als könnte man sich selbst erretten, aber gerade das geht ja nicht, sonst bräuchten wir Jesus ja gar nicht.

Dann ist mir aufgefallen, das die Geschichte vielleicht einfach nicht zuende erzählt wurde. Daher habe ich mit einfachen Mitteln die Bilder 13 und 14 noch hinzugefügt:

Oh Herr, was habe ich getan? - Schön, das du einsiehst. Ich kenne dich und ich liebe dich. Hier, nimm dieses (Kreuz), das hab ich für dich getragen.

Ich erhebe nicht den Anspruch darauf, der Weisheit letzter Schluss zu haben, aber dies entspricht doch viel eher dem Jesus, den ich kennenlernen durfte.

Ein -erwarteter- Fehler ist aufgetreten?

Habe heute morgen diesen Cartoon auf xkcd gesehen:

www.xkcd.com - Debugger
Hat mich zu der Überlegung gebracht, wie wir (als Entwickler oder Betreiber eines Systems) überhaupt erkennen, dass etwas mit den Mechanismen, die uns über Fehler im System informieren sollen, nicht in Ordnung ist. Woran erkennen wir, dass Unsere Loggingkomponente, das Errorhandling oder SCOM wie gewünscht läuft und im Fehlerfall auch wirklich berichten kann?

Ist es vielleicht sinnvoll, regelmäßig beabsichtigte Fehler zu erzeugen, damit er auffällt, wenn diese plötzlich ausbleiben?

Mit den Hirten will ich gehen

Mit den Hirten will ich gehen (Gemeinschafts Liederbuch „Jesus unsere Freude“, Nr. 67)

Mit den Hirten will ich gehen, meinen Heiland zu besehen,
meinen lieben heilgen Christ, der für mich geboren ist.

Mit den Engeln will ich singen, Gott zur Ehre soll es klingen,
von dem Frieden, den er gibt jedem Herzen, das ihn liebt.

Mit den Weisen will ich geben, was ich Höchstes hab im Leben,
geb zu seligem Gewinn ihm das Leben selber hin.

Mit Maria will ich sinnen ganz verschwiegen und tief innen
über dem Geheimnis zart: Gott im Fleisch geoffenbart.

Mit dir selber, mein Befreier, will ich halten Weihnachtsfeier;
komm, ach komm ins Herz hinein, laß es deine Krippe sein!

(Emil Quandt 1880)