Dez 01

Warten

Ich warte

„Bitte warten Sie, der nächste freie Platz ist bereits für Sie reserviert.“

Ich warte

Ich warte auf eine andere Stimme als diese. Eine die nicht voraufgezeichnet ist. Auf einen echten Menschen. Wahrscheinlich ist er seit sieben Stunden im Dienst und nicht der besten Laune, wenn ich ihn erreiche. Doch das ist mir egal, denn er ist meine Hoffnung.

Da ist sie wieder, die Musik, die ich schon im Werbespot und als One-Hit-Wonder im Radio gehört habe. Jetzt darf ich sie auch durch meinen technisch hochwertigen Telefonhörer genießen, während mein Ohr daran heiß wird, seit 37 Minuten.

Aber es könnte schlimmer sein, ich könnte an diese spezielle Gattung von monophonen Wartemelodien geraten sein, gegen die alte Spielemusik aus dem Gameboy verglichen wie Meisterwerke klingen. Ich stelle mir die Arbeitsanweisung vor: „Machen die Musik eintöniger, das Piepen muss noch aggressiver klingen … oh, können wir dafür sorgen, dass bei einigen der Töne Hörgeräte anfangen zu pfeifen?“

Denn die wollen ja gar nicht, dass ich warte. Im Gegensatz zu den Behauptungen in den wechselnden Ansagen, möchten sie, dass ich auflege, sie in Ruhe lasse und brav weiter zahle. „Danke, dass Sie gewartet haben, Ihr Anruf ist uns wichtig!“ … Ja von wegen … Beim ersten Mal dachte ich noch, jetzt würde ich durchgestellt, dann musste ich feststellen, dass diese Ansage nur zur Abwechslung eingespielt wird. Jedes vierte Mal … ich hab mitgezählt.

Unterbrochen von der Musik gibt es noch weitere Ansagen. Eine die mich regelmäßig daran erinnert, doch meine Kundennummer bereitzuhalten. Diese steht auf einem Blatt vor mir … mittlerweile umgeben von diversen Zeichnungen. Eine andere teilt mir mit, dass ich Hilfe auch über die Internetseite bekommen kann.

Es verlockt mich dazu aufzugeben. Aufzulegen und auf die Internetseite zu schauen. Nur weiß ich bereits, dass meine Frage darauf nicht beantwortet wird. Also werde ich dann eine E-Mail schreiben, die frühestens nach drei Tagen beantwortet wird. Diese enthält den hineinkopierten Text einer der Antworten, die mir schon auf der Internetseite nicht geholfen haben. Und so beginnt dann das E-Mail-Ping-Pong mit wechselnden Ansprechpartnern und sinkender Hoffnung auf eine helfende Antwort.

Nein! Ich gebe nicht auf. Ich lege nicht auf.

Ich warte

Ich hoffe und …

Es klickt. Eine ganz neue Stimme ist zu hören.

„Willkommen … leider rufen Sie außerhalb unserer Geschäftszeiten an. Unsere Geschäftszeiten sind montags bis freitags: acht bis …“

NEEEIIIN!

der Hinek

Ich habe den Text für den Gottesdienst heute geschrieben und dachte mir, nachdem er ganz gut angekommen ist, stelle ich ihn nochmal online. Vielleicht kann ihn ja noch jemand gebrauchen.

Einen gesegneten ersten Advent

wünscht Hinek

Sep 10

Flattred for the first time

Nachdem ich ja schon einige flattr verteilt habe, bin ich letzten Monat ganz unerwarted das erste Mal selbst “geflattr-t” worden. Ich darf mich über den Betrag von 39 Cent für einen Like meines YouTube Videos mit Eindrücken vom Maker Fair in Hannover freuen.

flattred for the first timeMuhahaha es funktioniert, die Weltherrschaft ist nahe :)

Aug 01

Amateur Hour at Microsoft

Ich wollte es heute einfach nicht glauben, als ich einen Bug in SharePoint Designer fand. Nicht das Bugs dort jetzt was neues wären oder allgemein unverzeihlich, aber die Art ließ mich an sämtlicher Erfahrung des beteiligten Entwicklers oder Qualitätskontrolle von Seiten des Teams oder Microsofts zweifeln.

Aber fangen wir von Anfang an: Ich hatte gerade ein bestehendes BDC Model auf der Entwicklungsumgebung mit dem Designer angepasst und exportiert um es auf der Stage installieren zu lassen. Mit folgender Nachricht kam der Admin auf mich zu:

Application definition import failed. The following error occurred: The BDC Model file is not well-formed. Data at the root level is invalid.

Aber das Model hatte doch bei mir funktioniert, was konnte schief gegangen sein? Ich untersuchte die BDCM-Datei mit einem Editor (BDCM-Dateien enthalten XML) und stellte erstaunt fest, das das XML tatsächlich nicht valide war: Nach dem schließenden Model-Tag (also nach dem Root-Element) folgte weiteres verstümmeltes XML.

Ich bekam einen grausamen Verdacht und erstellte eine neue Datei mit dem Texteditor: 1500 Zeilen “DIES IST EIN TEST” und benannte sie “test.bdcm”.

"Gefälschte" BDCM Datei mit Text "DIES IST EIN TEST"Danach exportierte ich noch einmal das BDC Model und wies den Designer an, die Datei zu ersetzen. Das Ergebnis war das folgende:

Das XML wurde eingefügt, aber nach dem schließenden Model-Tag setzt sich "IST EIN TEST" fort.Ja genau: die bestehende Datei wird nicht ersetzt (also mit FileMode.Create / CreateNew geöffnet) sondern mit FileMode.Open geöffnet und ab dem nullten Byte überschrieben. Ist die alte Datei also größer als das Ergebnis des Exports, bleiben die alten Inhalte nach dem exportierten Inhalt stehen.

Wer macht so etwas? Sorry, aber mich hat das einfach nur ungläubig schauend stehen lassen…

Also: alte BDCM-Dateien nicht überschreiben, sondern immer löschen, bzw. einen neuen Namen wählen.

Jun 23

Bilder 13 und 14

Ich habe heute morgen den folgenden Comic auf Facebook gesehen und war sofort irgendwie abgestoßen davon:

Stück absägen (Original)

Das habe ich auch gleich auf folgende Weise geäußert:

Wenn Gott so ist, mächte ich nichts mit ihm zu tun haben.Danach bin ich aber mehrmals wieder über den Comic gestolpert und ins Nachdenken gekommen. Warum erzeugt diese Geschichte so eine harte Reaktion in mir? Mein Schluss war, das hier ein Mensch zweimal einen Fehler macht (z.B. das leichtere statt dem richtigen wählt), Jesus/Gott dazu nichts sagt und am Schluss der arme Kerl nicht weiter (in dem Himmel?) kommt.

Das passt nicht mit meinem Gottesbild überein. Und es klingt für mich mich sehr danach, als könnte man sich selbst erretten, aber gerade das geht ja nicht, sonst bräuchten wir Jesus ja gar nicht.

Dann ist mir aufgefallen, das die Geschichte vielleicht einfach nicht zuende erzählt wurde. Daher habe ich mit einfachen Mitteln die Bilder 13 und 14 noch hinzugefügt:

Oh Herr, was habe ich getan? - Schön, das du einsiehst. Ich kenne dich und ich liebe dich. Hier, nimm dieses (Kreuz), das hab ich für dich getragen.

Ich erhebe nicht den Anspruch darauf, der Weisheit letzter Schluss zu haben, aber dies entspricht doch viel eher dem Jesus, den ich kennenlernen durfte.

Mai 10

Leichtigkeit und Eleganz

Hier mal wieder ein paar Videos, die mich beeindruckt haben.

Ein Modellflieger steuert sein Flugzeug passend zur Musik:

Ein Balance-Künstler stapelt mehrere Stäbe so aufeinander (und balanciert sie), das alles nur vom Gewicht einer einzelnen Feder getragen wird:

Wusstet ihr, dass es Indoor Kiting gibt? Also den Drachen in einer Halle steigen lassen? Und dann noch passend zu Paint It Black von den Stones? Here you go:

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